Report zum Kölner Kurs 2006

9598„Historischer Motorradsport – wie zu besten Zeiten“

Die teilweise nebelgefüllten Täler der Eifel zeigen eigentlich immer an, dass es voraussichtlich nicht regnen wird ! So war es dann auch, bis auf einen kleinen Nieselregen-Schauer fand der 16. Intern. Kölner Kurs – auf der Nürburgring GP-Strecke   im Trockenen statt !

Das müssen die Fahrer gewusst haben, denn es hatten sich sage und schreibe 334 Fahrer mit ihren historischen Motorrädern gemeldet ! Hinzu kam noch weitere 81 Fahrer mit ihren historischen Motor­rollern, so dass insgesamt 415 Aktive zum Start bereit standen, für die Motorradfahrer in zwei Wertungsläufen. Das Fahrerfeld der Motorradfahrer war in 20 Gruppen aufgeteilt um den ver­schiedenen Jahrgangsklassen, Leistungsklassen und Solo- und Seitenwagenklassen gerecht zu wer­den. Die Roller starteten gemeinsam, der großen Anzahl wegen jedoch in zwei Gruppen.

Diesmal zeigten die Trainingsläufe schon, dass das Wetter – nicht zu heiß oder zu kalt und auch noch trocken – „passte“. Alle gaben schon richtig Gas um zu sehen wie den „alten Schätzchen“ die Winter­tage und die Vorbe­reitungsarbeiten überstanden haben. Und schon hier zeigte es sich dass auch die Seitenwagenklassen wieder zu den Lieblingen des Publikums gehören sollte. So gab es auch in diesem Jahr immer wieder neue „alte“ Maschinen, als gäbe es sie doch noch irgendwo „einfach so zu kaufen“ !

Auch wenn es bei den Wertungsläufen nur um möglichst gleichmäßiges Fahren ging, so merkte man doch allen Aktiven an, wie es ihnen bei den tollen Bedingungen Spaß machte wieder mal richtig Gas geben zu können. Die notwendigen „Kunststücke“ der Seitenwagenfahrer und Beifahrer um möglichst schnell durch die Kurven zu kommen waren für die Zuschauer wie immer das optische Highlight. Hier zeigten besonders die Gespanne in der Klasse Y – Grand-Prix-Gespanne bis 500 ccm aus den Jahre 1968 bis 1983 was so „Sache ist“. Gerade mal so hoch wie der Reifen eines Formel 1 Autos, Fahrer und Beifahrer mehr in als auf der Maschine liegend, jagen diese Gespanne gar nicht mal so viel lang­samer als Rennwagen über den Kurs ! Kein Wunder das man so der Liebling der Zuschauer wird !

Aber auch die vielen wunderbaren Motorräder aus den Jahren 1920 bis 1983 von 50 ccm bis 1.000 ccm, geben immer wieder ein tolles Bild, so wie „damals mal so war“ und das alles gar nicht mal so langsam.

Und mitten drin dann der Sonderlauf für historische Motorroller. 80 Roller, von 90 ccm bis 250 ccm aus den Jahren 1951 bis 1978. Der im Programm des MSC-Porz ausgedruckte Bericht über die Eu­ropa-Meisterschaft der Roller 1961 auf dem Nürburgring war hier so gut wie Live zu sehen, als die rund 80 Roller auf die Grand-Prix Strecke starteten. Auch hier kann man, beim nunmehr dritten Mal „Motorroller auf dem Kölner Kurs sagen, dass sie inzwischen richtig dazu gehören.

Ein anstrengender aber auch schöner Tag für den Veranstalter MSC-Porz, waren doch bei allen Läufen insgesamt 755 Maschinen „auf die Strecke“ zu bringen. Ein schöner Tag für die Zuschauer und ein erfolgreicher Tag für die Akteure. Der mit Pokalen wohlgefüllte Tisch bei der Siegerehrung zeigte dies deutlich. Aber viel wichtiger noch : außer einer Schnittwunde bei „Schraubereien“ die mit dem auflegen eines Pflasters behandelt wurde, waren „Die Johanniter“ erfreulicher Weise „arbeitslos“. Richtig wie man es sich wünscht : toller Motorsport für die Zuschauer, Aktiven, und Veranstalter.

So schaut man schon jetzt auf das Jahr 2007 und den 17. Internationalen Kölner Kurs !

 

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